Guten Abend alle zusammen!
Und wieder ist eine Woche um. Am Dienstag hat uns auch die Französin verlassen und so war ich die letzte Wwooferin auf der Farm bis dann im Dezember jemand neues kommt.
Nach der Lasagne habe ich noch eine Regenbogentorte für Anna gemacht.. und ich muss sagen mit dem Rezept hier hat das super funktioniert, das werde ich zu Hause auch so machen... Vorher muss ich das wohl aber bei meinem nächsten Besuch auf der Farm ungefähr 10x wiederholen, weil alle begeistert waren. Dann habe ich noch Hackbällchen Toscana, Bagels, Pizzateig, Cookies und Brownies gemacht. Es war nämlich meistens doch so schlechtes Wetter, dass wir nicht viel Gartenarbeit erledigen konnten, also wurde gebacken und gestrickt.
Außerdem kann ich jetzt noch etwas der Liste von Dingen, die ich hier gelernt habe, hinzufügen: Melken. Ich habe Luna zwei mal gemolken... zwar war es jedes Mal nur ein halber Liter, aber ihr glaubt ja gar nicht wie anstrengend das sein kann... Da werden Muskeln beansprucht, die sonst nie in Gebrauch genommen werden... und das führt dann schnell zu Muskelkrämpfen in den Fingern.. Also, Respekt an alle Menschen, die ihre Kühe mit eigenen Händen melken! Aber immerhin hat es eine Menge Spaß gemacht.
Heute habe ich die Farm dann nach einem Monat Aufenthalt verlassen. Etwas traurig bin ich auf jeden Fall, aber das Abenteuer in Kanada muss ja irgendwann weitergehen und ein bezahlter Job muss her! Jedenfalls fiel es mir trotzdem nicht so schwer, die Familie zu verlassen, da ich ganz genau weiß, dass ich sie wieder sehen werde und darauf freue ich mich schon unglaublich.
Zufälligerweise mussten Alison und ihre Familie heute sowieso nach Victoria, also wurde ich freundlicherweise direkt mitgenommen und ich konnte mir den Greyhound sparen. Um 8 ging's also los und zum Glück konnte ich im Hostel mein Gepäck kostenlos lagern bis ich dann um 15 Uhr einchecken konnte. Bin dann mit Janosch, der noch bis Dienstag hier im Hostel ist, von Starbucks aus zum Royal BC Museum und dann nach Chinatown gegangen.
Wieder im Hostel angekommen musste ich die Treppen hoch zum vierten Stock nehmen, aber bisschen Bewegung schadet nicht nachdem ich gefühlte 30 Kilo auf der Farm zugenommen habe bei so leckerem Essen. Naja... das 6-Bett-Zimmer (jedes Zimmer hat hier einen eigenen Kühlschrank, aber sehr gewöhnungsbedürftige Matratzen) teile ich mir momentan mit einer Taiwanesin und einer Japanerin, die beide sehr nett sind. Mit der Taiwanesin habe ich mich schon angefreundet und sie zeigt mir morgen ein paar Geschäfte, in denen ich Lebensmittel einkaufen kann und solche Sachen.
Liebe Grüße aus dem recht kalten Victoria,
Kristina
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Sonntag, 13. November 2011
Mittwoch, 2. November 2011
It's time to say goodbye.
Guten Morgen, liebe Leute!
Ich habe einen recht guten Tag hinter mir während ihr schon ausgeschlafen (naja... mehr oder weniger) einen neuen Tag vor euch habt.
Angefangen hat der Morgen mit leckeren Cheerios zum Frühstück um danach folgende Aufgaben zu erledigen: Ahornblätter aufsammeln, zwei sehr sehr lange Gartenschläuche aufrollen und ein Blaubeerbeet unzugänglicher für Unkraut machen.
Weiter ging's mit Waffeln zum Lunch, Backen von Chocolate Chip Cookies (das ins Englische übersetzte Rezept für die Subway Cookies wird jetzt hier bleiben.. sogar in Cup-Maße umberechnet :D) nachdem Katie leckere Chocolate Cupcakes gemacht hat und einem Abstecher nach Downtown.
Wieder zu Hause ging es auch schon wieder zum Dinner bei den Yarnolds (die Familie der Schwester von Alison), Jamie verabschieden, der am Freitag für vier Monate nach Neuseeland fliegt. Dort will er wwoofen, also auf verschiedenen Farmen arbeiten, so wie ich es hier grad mache. Dafür hat er zusammen mit uns in den letzten Wochen Alison bei der Arbeit geholfen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Abgesehen davon wird er einige Verwandte väterlicherseits besuchen, denn sein Vater, John, kommt ursprünglich aus Neuseeland und wohnt schon seit fast 30 Jahren hier in Kanada.
Um 19 Uhr bin ich dann mit John und Janosch zu meinem zweiten Eishockey-Spiel gefahren, hab sogar eine Freikarte bekommen. Diesmal war's spannender, da das gegnerische Team 'ne harte Nuss sein sollte, aber wir haben trotzdem gewonnen, 5:3!
Das war's dann für heute :) Für die Ungeduldigen unter euch kommt gleich aber noch ein zweiter Eintrag nur mit Bildern!!! Ich versuche mal ein Best of fertig zu stellen ;)
Gute Nacht an alle, die in Kanada sind und einen wunderschönen Morgen für alle Lieben in Deutschland!
Liebste Grüße
Kristina
PS: Je nachdem wie's jetzt so mit den Jobs läuft, bleibe ich wahrscheinlich doch bis Mitte nächster Woche hier auf der Farm, da Janosch morgen geht und die Französin am Sonntag. Dann kann ich noch ein bisschen Hilfe leisten und weitersuchen :)
Ich habe einen recht guten Tag hinter mir während ihr schon ausgeschlafen (naja... mehr oder weniger) einen neuen Tag vor euch habt.
Angefangen hat der Morgen mit leckeren Cheerios zum Frühstück um danach folgende Aufgaben zu erledigen: Ahornblätter aufsammeln, zwei sehr sehr lange Gartenschläuche aufrollen und ein Blaubeerbeet unzugänglicher für Unkraut machen.
Weiter ging's mit Waffeln zum Lunch, Backen von Chocolate Chip Cookies (das ins Englische übersetzte Rezept für die Subway Cookies wird jetzt hier bleiben.. sogar in Cup-Maße umberechnet :D) nachdem Katie leckere Chocolate Cupcakes gemacht hat und einem Abstecher nach Downtown.
Wieder zu Hause ging es auch schon wieder zum Dinner bei den Yarnolds (die Familie der Schwester von Alison), Jamie verabschieden, der am Freitag für vier Monate nach Neuseeland fliegt. Dort will er wwoofen, also auf verschiedenen Farmen arbeiten, so wie ich es hier grad mache. Dafür hat er zusammen mit uns in den letzten Wochen Alison bei der Arbeit geholfen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Abgesehen davon wird er einige Verwandte väterlicherseits besuchen, denn sein Vater, John, kommt ursprünglich aus Neuseeland und wohnt schon seit fast 30 Jahren hier in Kanada.
Um 19 Uhr bin ich dann mit John und Janosch zu meinem zweiten Eishockey-Spiel gefahren, hab sogar eine Freikarte bekommen. Diesmal war's spannender, da das gegnerische Team 'ne harte Nuss sein sollte, aber wir haben trotzdem gewonnen, 5:3!
Das war's dann für heute :) Für die Ungeduldigen unter euch kommt gleich aber noch ein zweiter Eintrag nur mit Bildern!!! Ich versuche mal ein Best of fertig zu stellen ;)
Gute Nacht an alle, die in Kanada sind und einen wunderschönen Morgen für alle Lieben in Deutschland!
Liebste Grüße
Kristina
PS: Je nachdem wie's jetzt so mit den Jobs läuft, bleibe ich wahrscheinlich doch bis Mitte nächster Woche hier auf der Farm, da Janosch morgen geht und die Französin am Sonntag. Dann kann ich noch ein bisschen Hilfe leisten und weitersuchen :)
Standort:
Duncan, British Columbia, Kanada
Dienstag, 1. November 2011
It's raining maple leaves!
Hallo alle zusammen!
Es tut mir furchtbar leid, dass ich
mich so lange nicht gemeldet habe. Aber ich lebe noch und bin weder
von einem Bären gefressen noch von einem Elch zertrampelt worden.
Traurigerweise habe ich auch noch keine gesehen... nur ganz viele
Eichhörnchen, Rehe, Schlangen, viele verschiedene Vögel und
Weißkopfadler.
Seit meinem letzten Eintrag ist wieder
viel passiert, aber die Tage verschwimmen ineinander und deshalb
werde ich von der chronologischen Erzählweise auf jeden Fall
abweichen...
Aaaaber erstmal muss ich etwas anderes
erwähnen. Meine Blogeinträge wurden kritisiert und das ist auch gut
so (freundlicherweise; ich bin immer für Kritik offen, liebe
Menschen!).
Und zwar ging es darum, dass ich wohl
etwas dazu neigte, Dinge zu pauschalisieren. Zum Beispiel, dass alle
Deutschen doof sind und alle Kanadier nett.
Das stimmt so nicht ;-) es sollte
natürlich heißen: es gibt nette Menschen und nicht ganz so nette
Menschen, aber das auf der ganzen Welt. Es war wohl die erste
Euphorie, die mich überkommen und zum Pauschalisieren verführt hat.
Und inzwischen, während der Zeit hier
auf der Farm, habe ich schon genug Horrorgeschichten über einige
Kanadier gehört und die waren wirklich nicht sehr schön.
In den letzten zwei Wochen ging es
eigentlich fast nur um das Eine: Halloween!
Ein Feiertag für den der
Durchschnittsamerikaner am meisten Geld ausgibt – nach Weihnachten
natürlich. Und das sieht man auf allen Straßen! Nicht nur in
Vancouver, Seattle oder Victoria.. auch in Cowichan Valley wird
dieser Tag mit Freude erwartet.
So kam es also dazu, dass auch wir
Kürbisse schnitzen durften im Hause der Familie von Alisons
Schwester. Meine Kamera hatte ich leider bei Alison liegen lassen,
aber ich hoffe, dass ich auf anderem Wege Fotos von den fertigen
Kürbissen bekomme.
Jedenfalls hat es mir viel Freude
bereitet, zu sehen wie Halloween in Nordamerika zelebriert wird.
Jeder, der mich kennt, weiß wie gern ich dieses Fest mag ;-)
Gestern war es dann also soweit und wir
sind los zum Bruder von Alison und dort sind wir mit den Kindern
durch die Nachbarschaft gezogen. Verkleidet waren aber nur die
Kleinen. Die Häuser waren alle wie man es aus Filmen kennt
geschmückt. Skelette, Grabsteine, Spinnen, Vampire, Hexen, Monster,
Geister und Kürbisse in allen Varianten – aufblasbar, aus Plastik,
mit leuchtenden Augen, Musik im Hintergrund (Titelsong von Halloween,
dem Film...okay, das war nur an einer Tür, aber ich fand's sehr
gut), groß, klein, sogar in Bewegung. Und dazu die ganzen Menschen
in Kostümen – (fast alle) Erwachsene wie Kinder sind mit
Begeisterung dabei.
Naja. Das war's dann aber auch schon.
Zurück zum Alltag. Letzten Freitag ist
das Kalb zur Welt gekommen, vermutlich um 5 Uhr morgens. Ganz
aufgeregt hat Alison alle geweckt und jeder war ganz gespannt darauf.
Also hieß es rein in die Stiefel und runter zur Scheune. Dort
angekommen durfte ich dabei helfen den Kleinen, Grace taufte ihn
Lucas, mit frischen Handtüchern trocken zu rubbeln. Er ist ja sooo
süß! Leider habe ich noch kein Foto gemacht, aber das habe ich
morgen vor. Unglaublich schöne Augen mit sehr langen Wimpern hat der
Kleine.
Achja, letzte Woche Montag ist die
Französin, Marine, gekommen. Wir haben schon für die Familie
gebacken.. sie einen französischen Apfelkuchen und ich einen
Käsekuchen mit Himbeersauce.
Es wird hier generell viel gebacken –
sehr leckeres Brot, einen wunderbaren Chocolate Cake mit Chocolate
Icing (wird direkt gebacken wenn ich wieder nach Deutschland komme!),
Cupcakes, Gingersnaps (Ingwerkekse), Chocolate Chip Cookies,
Shortbread undundund... Da werde ich wohl doch einige Kilos zugelegt
haben in den letzten zwei Wochen... aber naja, was soll's ;)
Mein Gewissen wird aber durch paar
Stunden Arbeit (mehr oder weniger) und einigen Spaziergängen und
einem Hike etwas besänftigt. Die Trails hier sind nicht sonderlich
spannend bis auf die wunderschönen Ahornbäume, die mit ihren
leuchtend gelben Blättern die Wege schmücken.
Dafür ist der Hike wunderbar gewesen!
Mit einer Frau, die ich so auf 50-60 schätzen würde, sind Janosch,
Marine und ich nach Cowichan Bay gefahren, um dort einen Weg für
fast 2 Stunden entlangzulaufen, den in den 1900er Jahren chinesische
Arbeiter jeden Tag zur Arbeit und zurück nach Hause gelaufen sind.
Es ging schon einige Stücke weit auf und ab, aber es war einfach
wunderschön und der Ausblick... wow! Danach haben wir noch ein paar
Seelöwen gesehen, aber die waren leider etwas zu weit weg.
Einige Tage zuvor waren wir schon
einmal in Cowichan Bay und dort habe ich bei Udder Guy's die beste
Eiscreme meines Lebens gegessen! Zu meinem Bedauern gibt es Udder
Guy's leider nur in Duncan..
Hmm, was gibt es noch... ahja, wir
haben zwei andere Deutsche, Anna und Marcel, kennengelernt. Emily,
die Nichte von Alison hat vor kurzem ein Jahr als Au-Pair in
Deutschland verbracht und wohnt jetzt in Victoria mit Anna, die sie
aus D kennt, zusammen. Anna ist nur für einige Monate hier, auch mit
einem Working Holiday Visum, aber wegen Emily. Marcel ist ein guter
Freund Annas, der nur für die Herbstferien zu Besuch kam und leider
schon weg ist. Beide sind wirklich sehr nett und lustig.
Alles in allem finde ich die beiden
Familien, meine Hostfamilie und die von Alisons Schwester, wunderbar,
denn sie sind so herzlich, freundlich und witzig. Und alle lieben
Harry Potter. Es gibt hier sogar zwei orangene Katzen (wie Garfield),
die nach Fred und George Weasley benannt sind. Sehr clever, Jamie ;)
Ah, zum Schluss fällt mir noch was
ein, was wir heute gemacht haben... Außer Ahornblätter
zusammenzufegen, haben Marine und ich bei der Kastration des Kalbes
geholfen. Haben Lucas festgehalten während Alison und ihre Schwester
Isabel, den Rest erledigt haben. Für alle, die's genauer wissen
wollen: Gummiband um den Hodensack und fertig. Das bleibt da dann für
einige Wochen dran bis das Ganze von selbst abfällt.
Jetzt ist es Zeit, sich zu
verabschieden und ins Bett zu gehen.
Lieben Gruß und einen wunderschönen
Tag wünsche ich euch :)
Kristina
PS: Hab doch glatt vergessen zu erwähnen, dass Tim, der Mann von Alison, wieder da ist und zusammen mit John, dem Mann von Isabel, und uns zu einem Eishockey-Spiel hier in Duncan gegangen ist. Die beiden sagen zwar, dass das Spiel nicht so toll war, aber es hat trotzdem Spaß und Lust auf mehr gemacht. Am Ende gab's sogar 'nen kleinen Kampf, aber keinen richtigen, denn bei einem richtigen sind es meistens nur zwei Spieler, die sich dann noch schön die Handschuhe ausziehen und zuschlagen. Haben wir uns jedenfalls sagen lassen ;)
PS: Hab doch glatt vergessen zu erwähnen, dass Tim, der Mann von Alison, wieder da ist und zusammen mit John, dem Mann von Isabel, und uns zu einem Eishockey-Spiel hier in Duncan gegangen ist. Die beiden sagen zwar, dass das Spiel nicht so toll war, aber es hat trotzdem Spaß und Lust auf mehr gemacht. Am Ende gab's sogar 'nen kleinen Kampf, aber keinen richtigen, denn bei einem richtigen sind es meistens nur zwei Spieler, die sich dann noch schön die Handschuhe ausziehen und zuschlagen. Haben wir uns jedenfalls sagen lassen ;)
Standort:
Duncan, British Columbia, Kanada
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Duncan und die Nodding Onion Farm
Hallo ihr Lieben!
Zwei Nächte bin ich nun auf der Farm und es gibt wieder einiges zu erzählen!
Anfangen werde ich mit der Fahrt von Victoria nach Duncan. Von 18 bis 19:10 Uhr war ich unterwegs und es war bis jetzt die schönste Fahrt, die ich hier in Kanada erlebt habe. Und das auch noch während die Sonne untergegangen ist. Ihr werdet es euch kaum vorstellen können und wahrscheinlich ist es auch nicht so nachvollziehbar, aber es gab tatsächlich einige Minuten, in denen ich so glücklich war, dass mir fast die Tränen in den Augen standen. Rechts von mir ragten große Felswände hoch, darauffolgend riesige Bäume. Vor mir waren wunderschöne Berge im Hintergrund während die Sonne dahinter unterging. Links ein riesiger See, in dem sich alles spiegelte und hinter mir flauschige Wolken, die rosa leuchteten. Und das alles aufeinmal. Wer mich gut kennt, der weiß wie sehr ich sowas liebe und genieße.
In Duncan angekommen kam schon direkt Alison, meine Hostmutti, auf mich zu und hat mich freundlich begrüßt und zum Auto geführt. Schon während der Fahrt (15-20 Minuten) hat sie mich vor einem riesigen Chaos gewarnt, denn die halbe Familie war bei ihr zu Besuch und es war recht voll im Haus. Wir haben uns dann schon ganz gut unterhalten bis sie zu mir sagte: "Bei uns ist schon jemand, den du kennst." Daraufhin dachte ich nur: "Oh nein, ich wollte doch mal weg von den ganzen Deutschen".. auch wenn ich die von unserer Gruppe alle gern habe, wurde es einfach Zeit auf eigenen Füßen zu stehen und nicht mehr so abhängig zu sein. Nunja, jetzt sind Janosch und ich zufällig auf der selben Farm gelandet, aber ich habe trotzdem einen Raum für mich allein, da vielleicht noch eine Französin kommen wird. Für mein Englisch ist es aber nicht ganz so schlimm, dass Janosch hier ist, da ich mit jedem Tag merke, dass es ein wenig besser wird. Wie meine Hostmutti so schön gesagt hat: "Wenn du auf Englisch träumst, dann läuft's." und das hatte ich vor einigen Nächten in Seattle, was irgendwie echt cool war.
Also, Montag Abend habe ich dann noch einen Teller Reis mit vegetarischem Chili gekriegt und es war sehr lecker! Gestern Abend gab es einen Spaghettiauflauf in Sahnesauce mit Hähnchen und extrem guten Pilzen, dazu knackigen Brokkoli und Blumenkohl (Cauliflower) aus der Pfanne und heute Abend hatten wir Caesar Salad, Tomatensuppe, gebratene Kartoffeln, Blumenkohl aus der Pfanne und selbstgebackenen Scones, bei denen ich etwas mitgeholfen habe. Beim heutigen Abendessen musste ich sehr an zu Hause denken, da gibt es ja auch des Öfteren von allem etwas und das zusammen ergibt dann zu viel ;-)
Also am Essen kann ich wirklich nicht meckern, mittags gibt es immer einen kleinen Snack, z.B. Sandwiches oder einfach Toast mit Butter (und Marmelade, auch selbst gekocht).
Nach dem Vergnügen kommt nun die Arbeit, die aber gar nicht so schlimm ist und sogar ein wenig Spaß macht, denn ich lerne dabei auch viel. Gestern habe ich mit Alison zusammen Knoblauch (Garlic) gepflanzt und das muss ich nächstes Jahr unbedingt mit Papa bei uns im Garten ausprobieren!!! Yummy, Knoblauch :-)
Die Jungs [Janosch, Jamie (der Neffe von Alison), Marcel (ein Deutscher, der mit der Nichte von Alison befreundet ist)] haben schön die Kuhscheiße, vermischt mit schlechtem Heu, welches nicht an die Kühe verfüttert wird, auf den Beeten verteilt, während wir den Knoblauch geschält haben und die einzelnen Knoblauchzehen vorbereitet haben. Das ging relativ schnell und wir waren damit an einem Tag fertig. Alison war richtig froh und dankbar, da sie meinte, dass das eigentlich eine Arbeit von einer Woche ist, wenn sie es allein macht. Dazu kam, dass richtig gutes Wetter war, den ganzen Tag hat die Sonne geschienen.
Deswegen haben Janosch und ich uns dann noch entschieden einen Trail langzulaufen, ich glaube wir waren 1 1/2 bis 2 Stunden unterwegs, aber es gab eigentlich nichts Besonderes, aber trotzdem fand ich es sehr schön.
Heute haben wir die Beete für den Winter vorbereitet, indem wir dicke Schichten von Heu auf den Beeten verteilt haben, damit der Regen den Knoblauch nicht zerstört und dieser den Temperaturschwankungen nicht so stark ausgesetzt ist. Danach wurden Janosch und ich so gegen 11:45 in Downtown von Duncan abgesetzt, aber lang waren wir nicht unterwegs. Die Stadt ist mit einer Fläche von 2,05 km² sowieso nicht so groß. Also haben wir nach einem kleinen Einkauf (Wattestäbchen, Zahnpasta und eine Flasche Wasser) und einer Tour am Ende noch 'ne Stunde im 'Garage' gesessen. Ein sehr netter, süßer, kleiner Ort! Das ist ein Gebäude, in dem ein kleiner Markt mit Obst und Gemüse drin ist und dann gibt's da noch ein Café, in dem es sehr gutes Essen und Trinken gibt! Jamie hat uns das empfohlen und es war echt gut. Um 14 Uhr kam Alison, um uns abzuholen und in den Supermarkt zu fahren und dann Anna, ihre Tochter von der Bibliothek abzuholen. Dann haben wir noch ein wenig Unkraut gejätet bis das Essen vorbereitet worden ist.
Hier ist es wohl üblich so, dass es mittags nur einen kleinen Snack gibt und abends dann warm und mit der ganzen Familie gegessen wird.
Die Familie ist übrigens wirklich klasse. Alison ist locker und freundlich und so wie ich sie bisher kennengelernt habe auch sehr intelligent. Ihre vier Töchter sind genau so und unglaublich talentiert, aber jede auf ihre eigene Art und Weise. Während die eine (Anna, fast 17) Rugby spielt, die andere (Lousie, 15) singt, tanzt die dritte (Katie, 13 glaub ich) Ballett und die Kleinste (Grace, 8) kann für ihr Alter tolle Bilder machen. So unterschiedlich ihre Hobbies auch sind, gehen alle rudern ;-) ist wohl so'n Schulding.
Oooh, und die Tiere darf ich nicht vergessen!!!
Die Hunde und die Katzen sind der Wahnsinn. Ständig wollen sie kuscheln und schmusen... wogegen ich natürlich absolut nichts habe. Die Hunde sind alle drei total verschieden. Die älteste, Rosie, sieht und hört nichr mehr so gut und wurde von ihrem früheren Besitzer misshandelt und man merkt es ihr jetzt noch an, wie traurig sie immer guckt und dass sie immer so'n bisschen Angst hat. Tobey ist der fitteste und soweit ich weiß völlig gesund und munter, aber der kommt am meisten einfach an und will kuscheln. Und Pepper, erst 5 Jahre alt, hat aber auch keine leichte Zeit hinter sich mit kaputten Knien an den hinteren Beinen. Nach einigen Operationen und einem Tumor hat sie immer noch Schmerzen und muss jeden Tag Medizin dagegen nehmen. Dazu kommt, dass sie ein sehr schüchterner Hund ist und manchmal nicht so ganz weiß, was sie mit mir anfangen soll.
Dann gibt es noch Hühner und Kühe. Die Kaninchen habe ich komischerweise noch nicht gesehen. Aber die Kühe sind genau so verschmust wie die Hunde und die Katzen! Die Kuh, Luna, ist schwanger und kalbt voraussichtlich am 26. Oktober, also hoffe ich, dass es nicht später wird, damit ich es noch miterlebe. Die anderen zwei sind noch Kälber.
Naja, ich sollte langsam aufhören, es gibt auch nicht mehr so viel zu erzählen und euch ist wahrscheinlich sowieso schon langweilig vom ganzen Lesen, wenn ihr überhaupt so weit gekommen seid ohne etwas zu überspringen ;-)
Ich geh dann mal schlafen und wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Liebe Grüße aus dem kleinen Duncan.
PS:
"Mom, where are you getting money from?" - "We work." - "No, mom. Seriously!"
"Mama, woher kriegt ihr euer Geld?" - "Wir arbeiten." - "Nein, Mama. Ernsthaft!"
So ist die kleinste Tochter meiner Hostmutti drauf. 8 Jahre und klein, aber oho. Diese Frage hat sie gestellt, weil eine Freundin von ihr mit 7 schon ein Handy bekommen hat und sie jetzt auch ein Blackberry möchte.. allerdings hat meine Hostmutti ihr gesagt, dass sie sich eins mit ihrem eigenen Geld kaufen muss, weil die anderen älteren Töchter das auch alle so gemacht haben. Ja, das Leben ist echt nicht fair, laut der Kleinen ;)
Zwei Nächte bin ich nun auf der Farm und es gibt wieder einiges zu erzählen!
Anfangen werde ich mit der Fahrt von Victoria nach Duncan. Von 18 bis 19:10 Uhr war ich unterwegs und es war bis jetzt die schönste Fahrt, die ich hier in Kanada erlebt habe. Und das auch noch während die Sonne untergegangen ist. Ihr werdet es euch kaum vorstellen können und wahrscheinlich ist es auch nicht so nachvollziehbar, aber es gab tatsächlich einige Minuten, in denen ich so glücklich war, dass mir fast die Tränen in den Augen standen. Rechts von mir ragten große Felswände hoch, darauffolgend riesige Bäume. Vor mir waren wunderschöne Berge im Hintergrund während die Sonne dahinter unterging. Links ein riesiger See, in dem sich alles spiegelte und hinter mir flauschige Wolken, die rosa leuchteten. Und das alles aufeinmal. Wer mich gut kennt, der weiß wie sehr ich sowas liebe und genieße.
In Duncan angekommen kam schon direkt Alison, meine Hostmutti, auf mich zu und hat mich freundlich begrüßt und zum Auto geführt. Schon während der Fahrt (15-20 Minuten) hat sie mich vor einem riesigen Chaos gewarnt, denn die halbe Familie war bei ihr zu Besuch und es war recht voll im Haus. Wir haben uns dann schon ganz gut unterhalten bis sie zu mir sagte: "Bei uns ist schon jemand, den du kennst." Daraufhin dachte ich nur: "Oh nein, ich wollte doch mal weg von den ganzen Deutschen".. auch wenn ich die von unserer Gruppe alle gern habe, wurde es einfach Zeit auf eigenen Füßen zu stehen und nicht mehr so abhängig zu sein. Nunja, jetzt sind Janosch und ich zufällig auf der selben Farm gelandet, aber ich habe trotzdem einen Raum für mich allein, da vielleicht noch eine Französin kommen wird. Für mein Englisch ist es aber nicht ganz so schlimm, dass Janosch hier ist, da ich mit jedem Tag merke, dass es ein wenig besser wird. Wie meine Hostmutti so schön gesagt hat: "Wenn du auf Englisch träumst, dann läuft's." und das hatte ich vor einigen Nächten in Seattle, was irgendwie echt cool war.
Also, Montag Abend habe ich dann noch einen Teller Reis mit vegetarischem Chili gekriegt und es war sehr lecker! Gestern Abend gab es einen Spaghettiauflauf in Sahnesauce mit Hähnchen und extrem guten Pilzen, dazu knackigen Brokkoli und Blumenkohl (Cauliflower) aus der Pfanne und heute Abend hatten wir Caesar Salad, Tomatensuppe, gebratene Kartoffeln, Blumenkohl aus der Pfanne und selbstgebackenen Scones, bei denen ich etwas mitgeholfen habe. Beim heutigen Abendessen musste ich sehr an zu Hause denken, da gibt es ja auch des Öfteren von allem etwas und das zusammen ergibt dann zu viel ;-)
Also am Essen kann ich wirklich nicht meckern, mittags gibt es immer einen kleinen Snack, z.B. Sandwiches oder einfach Toast mit Butter (und Marmelade, auch selbst gekocht).
Nach dem Vergnügen kommt nun die Arbeit, die aber gar nicht so schlimm ist und sogar ein wenig Spaß macht, denn ich lerne dabei auch viel. Gestern habe ich mit Alison zusammen Knoblauch (Garlic) gepflanzt und das muss ich nächstes Jahr unbedingt mit Papa bei uns im Garten ausprobieren!!! Yummy, Knoblauch :-)
Die Jungs [Janosch, Jamie (der Neffe von Alison), Marcel (ein Deutscher, der mit der Nichte von Alison befreundet ist)] haben schön die Kuhscheiße, vermischt mit schlechtem Heu, welches nicht an die Kühe verfüttert wird, auf den Beeten verteilt, während wir den Knoblauch geschält haben und die einzelnen Knoblauchzehen vorbereitet haben. Das ging relativ schnell und wir waren damit an einem Tag fertig. Alison war richtig froh und dankbar, da sie meinte, dass das eigentlich eine Arbeit von einer Woche ist, wenn sie es allein macht. Dazu kam, dass richtig gutes Wetter war, den ganzen Tag hat die Sonne geschienen.
Deswegen haben Janosch und ich uns dann noch entschieden einen Trail langzulaufen, ich glaube wir waren 1 1/2 bis 2 Stunden unterwegs, aber es gab eigentlich nichts Besonderes, aber trotzdem fand ich es sehr schön.
Heute haben wir die Beete für den Winter vorbereitet, indem wir dicke Schichten von Heu auf den Beeten verteilt haben, damit der Regen den Knoblauch nicht zerstört und dieser den Temperaturschwankungen nicht so stark ausgesetzt ist. Danach wurden Janosch und ich so gegen 11:45 in Downtown von Duncan abgesetzt, aber lang waren wir nicht unterwegs. Die Stadt ist mit einer Fläche von 2,05 km² sowieso nicht so groß. Also haben wir nach einem kleinen Einkauf (Wattestäbchen, Zahnpasta und eine Flasche Wasser) und einer Tour am Ende noch 'ne Stunde im 'Garage' gesessen. Ein sehr netter, süßer, kleiner Ort! Das ist ein Gebäude, in dem ein kleiner Markt mit Obst und Gemüse drin ist und dann gibt's da noch ein Café, in dem es sehr gutes Essen und Trinken gibt! Jamie hat uns das empfohlen und es war echt gut. Um 14 Uhr kam Alison, um uns abzuholen und in den Supermarkt zu fahren und dann Anna, ihre Tochter von der Bibliothek abzuholen. Dann haben wir noch ein wenig Unkraut gejätet bis das Essen vorbereitet worden ist.
Hier ist es wohl üblich so, dass es mittags nur einen kleinen Snack gibt und abends dann warm und mit der ganzen Familie gegessen wird.
Die Familie ist übrigens wirklich klasse. Alison ist locker und freundlich und so wie ich sie bisher kennengelernt habe auch sehr intelligent. Ihre vier Töchter sind genau so und unglaublich talentiert, aber jede auf ihre eigene Art und Weise. Während die eine (Anna, fast 17) Rugby spielt, die andere (Lousie, 15) singt, tanzt die dritte (Katie, 13 glaub ich) Ballett und die Kleinste (Grace, 8) kann für ihr Alter tolle Bilder machen. So unterschiedlich ihre Hobbies auch sind, gehen alle rudern ;-) ist wohl so'n Schulding.
Oooh, und die Tiere darf ich nicht vergessen!!!
Die Hunde und die Katzen sind der Wahnsinn. Ständig wollen sie kuscheln und schmusen... wogegen ich natürlich absolut nichts habe. Die Hunde sind alle drei total verschieden. Die älteste, Rosie, sieht und hört nichr mehr so gut und wurde von ihrem früheren Besitzer misshandelt und man merkt es ihr jetzt noch an, wie traurig sie immer guckt und dass sie immer so'n bisschen Angst hat. Tobey ist der fitteste und soweit ich weiß völlig gesund und munter, aber der kommt am meisten einfach an und will kuscheln. Und Pepper, erst 5 Jahre alt, hat aber auch keine leichte Zeit hinter sich mit kaputten Knien an den hinteren Beinen. Nach einigen Operationen und einem Tumor hat sie immer noch Schmerzen und muss jeden Tag Medizin dagegen nehmen. Dazu kommt, dass sie ein sehr schüchterner Hund ist und manchmal nicht so ganz weiß, was sie mit mir anfangen soll.
Dann gibt es noch Hühner und Kühe. Die Kaninchen habe ich komischerweise noch nicht gesehen. Aber die Kühe sind genau so verschmust wie die Hunde und die Katzen! Die Kuh, Luna, ist schwanger und kalbt voraussichtlich am 26. Oktober, also hoffe ich, dass es nicht später wird, damit ich es noch miterlebe. Die anderen zwei sind noch Kälber.
Naja, ich sollte langsam aufhören, es gibt auch nicht mehr so viel zu erzählen und euch ist wahrscheinlich sowieso schon langweilig vom ganzen Lesen, wenn ihr überhaupt so weit gekommen seid ohne etwas zu überspringen ;-)
Ich geh dann mal schlafen und wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Liebe Grüße aus dem kleinen Duncan.
PS:
"Mom, where are you getting money from?" - "We work." - "No, mom. Seriously!"
"Mama, woher kriegt ihr euer Geld?" - "Wir arbeiten." - "Nein, Mama. Ernsthaft!"
So ist die kleinste Tochter meiner Hostmutti drauf. 8 Jahre und klein, aber oho. Diese Frage hat sie gestellt, weil eine Freundin von ihr mit 7 schon ein Handy bekommen hat und sie jetzt auch ein Blackberry möchte.. allerdings hat meine Hostmutti ihr gesagt, dass sie sich eins mit ihrem eigenen Geld kaufen muss, weil die anderen älteren Töchter das auch alle so gemacht haben. Ja, das Leben ist echt nicht fair, laut der Kleinen ;)
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